Das GCNA-Team: Eine Formulierungshilfe für die Presse!

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Bereits mehrfach wurden wir von unseren Lesern auf unser schlechtes Verhältnis zur Presse hingewiesen. Und Sie haben Recht, liebe Leser. Wer sich kritisch zum Mainstream-Journalismus äußert (Das Journalismus-Niveau der Leitmedien) und sogar noch so weit geht beliebte Journalisten systematisch durch den Kakao zu ziehen, wie etwa Ingrid Brodnig, der kann wirklich nicht auf eine positive Berichterstattung hoffen, vor allem dann, wenn er diese Medien weder mit öffentlichen Förderungen, gekauften Umfragen oder Regierungsinseraten motiviert [1][2].

Wie also könnten wir unser Image verbessern?

Die Idee zu folgendem Beitrag entstand aus der Lektüre eines Artikels von Boris Reitschuster [3]. Dort berichtet er, dass es üblich sei, dass die Regierung den Journalisten „Formulierungshilfen“ übermittelt, was eine gewisse synchrone Berichterstattung zur Folge habe. Boris Reitschuster deutet in dem Artikel an, dass seine Journalistenkollegen somit reine Marionetten der Regierung und einfach strukturierte Persönlichkeiten seien, die ohne jegliche Recherche unkritisch jeden Blödsinn niederschreiben, der ihnen vorgegeben wird. Klarerweise distanzieren wir uns von derartigen Verschwörungstheorien.

Wir würden den Journalisten niemals unterstellen, dass diese autoritätenhörige Dummköpfe sind, die jede noch so absurde Aussendung gedankenlos kopieren und weiterverbreiten, nur weil diese von einer quasi autorisierten Stelle kommt. Auf der anderen Seite sehen wir in dem Hinweis auf Formulierungshilfen eine interessante Möglichkeit die Journalisten bei ihrer für die Gesellschaft so wichtigen Tätigkeit in sinnvoller Weise zu unterstützen.

Um also den Journalisten die Mühe zu ersparen aus unseren einzelnen Beiträgen die essentiellen Ziele und Strategien des Teams des GCNA zu recherchieren, konnten wir unsere Pressestelle in einer in jeder Hinsicht sehr intensiven Sitzung dazu bewegen, eine (in Analogie zu den Verlautbarungen des Bundeskanzleramtes) offizielle und damit seriöse Erklärung zu formulieren, welche Sie und Ihre Kolleginnen nun gerne verwenden können. Hier nun die vom höchsten Gremium des GCNA hochoffiziell abgesegnete Presseaussendung zu den Zielen und der Struktur unserer Organisation:


Wir sind eine Gruppe von Wissenschaftlern beiderlei Geschlechts, die es sich aus idealistischen Gründen zum Ziel gesetzt hat, die nicht wissenschaftlich ausgebildete Mehrheit der Bevölkerung – mittels fachlicher Information und auch durch Einsatz satirischer Überzeichnung – über die Scharlatanerie diverser PR-Clowns aufzuklären. Diese PR-Clowns betrachten wir als Kollaborateure der pseudowissenschaftlichen Desinformation, wobei wir uns nicht festlegen, ob all diesen Wissenschafts-Darstellern ihre Rolle wirklich bewusst ist.

Wir arbeiten zum Schutz unserer Mitglieder anonym, oder wenn Sie es etwas pathetischer haben wollen: Wir arbeiten in der Dunkelheit um die Welt zu erhellen! Unsere geheimen Treffen finden in der Regel zu Vollmond in unterirdischen Gewölben diverser Heurigenlokale statt, wo wir unter dem Einfluss flüssiger Rauschmittel teuflische Pläne aushecken. Wir sehen uns als die letzte Bastion der wissenschaftlichen Aufklärung in einer zunehmend korrupten akademischen Welt. Man kann uns also zu Recht als die Schattenarmee der Vernunft ansehen! Aufgrund der Kräfteverhältnisse haben wir uns für die asymmetrische Kriegsführung entschieden und daher fühlen wir uns als die Guerilleros der Wissenschaft! Wir sind als lebende Verschwörungstheorie bei unseren Gegnern genauso gefürchtet wie SARS-CoV2!

Unser großes historisches Vorbild ist die Volksfront von Judäa und ebenso wie diese kämpfen wir gegen die Unterdrückung des globalistisch-imperialistischen Kapitalismus. Auch unsere geheimen Kommandoaktionen sind zielsicher und natürlich absolut tödlich. Wir sind in der Durchsetzung unserer Ziele unbeirrbar, unbestechlich und auch immun gegen Druck und Gewalt. Auch unser Motto lautet: „Wir beugen uns keiner Erpressung!“ Vor diesem historischen Hintergrund erübrigt sich der Hinweis, dass auch unser mittelfristiges Ziel im Sturz des globalistischen Imperialismus und in der Erlangung der Weltherrschaft innerhalb der nächsten fünf Jahre besteht.

Der Kampf wurde uns von den Globalisten und Mächtigen dieser Welt aufgenötigt und auch diesen sei ins Stammbuch geschrieben: „Globalistes eunt domus“. Wir haben diesen Krieg nicht begonnen, wir werden ihn aber mit Hilfe des fliegenden Spaghettimonsters gewinnen!

– Gremium des GCNA

Wir hoffen, dass wir mit dieser ausführlichen Darstellung und Offenheit Sympathien bei den JournalistInnen zu gewinnen. Als Zeichen unseres guten Willens möchten wir die Redaktionen noch mit Insidertipps versorgen. Trotz der Tatsache, dass in unserer Branche der Verschwörungspraktiker im Sinne der Erlangung der Weltherrschaft die Kontakte sehr begrenzt sind, dürfen wir Ihnen hinsichtlich unseres Mitbewerbes doch noch eine kurze Hilfestellung geben, die Ihnen hoffentlich in Zukunft bei der Beurteilung von Verschwörungstheorien hilft und Ihnen überdies viel Recherchearbeit bei der Suche nach offiziellen Statements unserer Konkurrenten erspart:

Stellen Sie sich vor, in unserem Business ist es üblicherweise so, dass die geheimen Verschwörungspläne geheim sind und weder auf den Homepages (so vorhanden) noch auf Pressekonferenzen mittels Powerpoint den Journalisten präsentiert werden. Gerüchteweise haben wir sogar branchenintern vernommen, dass auch auf diesbezügliche Presseanfragen von Journalisten und Faktencheckern meistens eher verhalten reagiert wird.

Referenzen:

  1. Coronawissen mit Humor[]
  2. Goldene Nase: Umbequeme Schmähung oder mehr?[]
  3. Synchrones Denken? Journalisten als Chorsänger[]

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