1

Eckhart von Hirschhausen

Zur Verleihung >> 3. Goldene Clown Nase Award

Exzerpt

Eckhart von Hirschhausen (* 25. August 1967 in Frankfurt am Main) studierte von 1986-1992 mit einem Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes, an der Freien Universität Berlin, der Universität Heidelberg und am Royal Free Hospital London Medizin. Nach einem zwei jährigen praktischen Aufenthalt an der Kinderneurologie der Freien Universität Berlin fand 1994 seine Promotion statt. 1994 -1995 belegte er des Weiteren einen Zusatzstudiengang Wissenschaftsjournalismus am Institut für .Publizistik der Freien Universität Berlin.

Wissenschaftliche Leistungen

Hirschhausen weist im Rahmen seiner Promotion eine Arbeit zum Thema „Wirksamkeit einer intravenösen Immunglobulintherapie in der hyperdynamen Phase der Endotoxinämie beim Schwein“ vor. Als Erstautor kann Hirschhausen keine wissenschaftlichen Leistungen vorweisen, in Letztautorposition gibt es eine relevante Veröffentlichung [[Betsch, C., Schmid-Küpke, N.K., Otten, L., von Hirschhausen, E. Increasing the willingness to participate in organ donation through humorous health communication: (Quasi-) experimental evidence (2020) PLoS ONE, 15 (11 November), art. no. e0241208]]. Als Koautor ist der auf weiteren dreizehn „wissenschaftlichen“ Arbeiten vertreten. Wissenschaftliche Auslandsaufenthalte oder weitere Ausbildungen him Bereich der Medizin sind ebenfalls nicht bekannt, es muss also auch davon ausgegangen werde das Hirschhausen über keine abgeschlossene Facharztausbildung verfügt.

Nominierung

Wenn man die Nominierungen für den GCN Award schreibt, bekommt man das „Punxsutawney Phil“-Gefühl, das sich einstellt, wenn man bei fast allen Nominierten die gleichen unglücklichen Strukturen findet, die zu ihrer Nominierung geführt haben. Aufgrund wiederholten Drängens unserer deutschen Nachbarn ist nun eine Nominierung für den guten Eckhart fällig, den wir schon seit einiger Zeit auf dem Radar haben. Wer sich so großzügig in Szene setzt, Maßnahmen und Impfstoffe befürwortet, Nebenwirkungen ignoriert und auch noch in der Klimabranche tätig ist, sollte auch auf seine Fähigkeiten, Leistungen und dubiosen finanziellen Netzwerke im Hintergrund überprüft werden.

Wie seine Kollegin Mai-Thi merkte auch der lustige Eckhart früh, dass Medizin und Wissenschaft nicht sein Ding waren. Im Gegensatz zu Mai-Thi versuchte der lustige Eckhart gar nicht erst, sich als Wissenschaftler auszugeben, ließ Medizin und Forschung links liegen, schrieb Bücher und „Moder-ierte“ im Fernsehen und Radio. Ein bisschen Zaubern und Lachen auf der Bühne ist eher sein Ding. Dagegen ist nichts einzuwenden, und auch als Arzt kann man in seiner Freizeit das Publikum unterhalten. Lachen ist erfrischend. Weniger erfrischend ist es jedoch, wenn ein Arzt hauptberuflich Clownerie betreibt und seine breite öffentliche Wirkung in den Dienst staatlicher Massenkontrolle stellt. Spätestens seit der Pandemie dürfte den meisten Eckhart-Fans das Lachen vergangen sein.

Wenn unsere Kandidaten etwas wirklich gut können, dann ist es, sich an den Meistbietenden zu verkaufen, ohne ethische Skrupel oder Rücksicht auf die Verluste anderer. Wenn man bedenkt, was der lustige Eckhart während der Pandemie geleistet hat und wie das „deutsche Volk“ (ebenso wie Mai-Thi) seine Studien finanziert hat, kann man unseren nördlichen Nachbarn nur empfehlen, in Zukunft genauer hinzuschauen, über wen sie ihr Füllhorn ausschütten.

Was können wir vom lustigen Eckhart also wissenschaftlich bzw. fachlich erwarten, oder besser, was können wir von ihm wahrscheinlich nicht erwarten?

Die meisten „wissenschaftlichen“ Arbeiten auf denen Eckhart vorzufinden ist drehen sich um „Spass“. Genauer ob man bei Patienten durch Humor eine bessere Heilungschance erzielen kann. Eigentlich eine tolle Sache, aber lieber Eckhart, das riecht schon sehr stark nach Alternativmedizin, Hokuspokus und Schwurbelei, würde die Sache von der GWUP und Natalie Grams bewertet werden. Nicht, dass wir etwas gegen Alternativmedizin hätten, aber wer mit solcher Vehemenz das Pharmaflammenschwert vor sich herträgt, ist eventuell vom Mindset her nicht dazu geeignet Menschen durch spukhafte Spaßwirkung zu heilen.

Spätestens seit der „Veröffentlichung“ der Protokolle des deutschen Corona Expertenrat ist klar, in Europa war die „Pandemie“ eine von Deutschland gesteuerte Angelegenheit. Der Rest der meisten Länder ist hier den innerdeutschen Entscheidungen paralysiert hinterher getapst. Wenn man sich die Förderlandschaft der Bill und Melinda-Gates-Stiftung ansieht, dann erkennt man, dass die Deutschen bis zu den Schultern im Rektum von Bill Gates stecken. Das RKI und die Charité stellen da nur die Spitze des Eisbergs einer grotesken Abhängig- und Hörigkeit gegenüber dem Gates Imperium dar. Dann kann auch der Expertenrat durch Befangenheit glänzen, wenn 50% der Mitglieder Fördergelder der Stiftung erhalten oder erhalten haben.

Warum sollte sich also ein Eckhart von Hirschhausen nicht auch ein Stück vom Kuchen abschneiden. Immerhin kassierte der lustige Eckhart 2021-2023 über 2 Millionen Euro für seine Öffentlichkeitsarbeit. Auch wenn von Seiten der „Faktenchecker“ wie Mimikama die von sich fälschlicherweise behaupten keine öffentlichen Gelder zu kassieren (Mimikama ist in Direktvergaben von Aufträgen der Österreichischen Bundesregierung verwickelt zu dem Thema Cybermobbing an Schulen [[https://www.parlament.gv.at]]), der arme Eckhart würde mit den Gelder nur das Beste für die Menschheit wollen und sich selbst nicht bereichern, muss man immer im Hinterkopf haben das Bill Gates nicht der Philanthrop ist der er vorgibt zu sein. Wer wissentlich ethisch fragwürdige genetische Freisetzungen in Südamerika und Afrika beauftragt und finanziert, ist wohl kaum als Philanthrop zu bezeichnen, sondern betreibt genetische Manipulation im großen Maßstab, ohne absehbare Folgen für alles was in der Natur kreucht und fleucht. Gates der die Europäer als Idioten bezeichnet, weil diese – zumindest bis jetzt – geistig rege genug sind Gentechnik im allgemeinen Leben abzulehnen, spielt so oder so auf ein sehr speziellen Ebene des Größenwahn. Hier ist es eine Frage der Ethik, von wem man Geld nimmt, auch wenn man angeblich nur das Beste damit vorhat. Einen besonders bitteren Beigeschmack bekommt die Finanzierungen dann, wenn die Gelder „nur“ für die Aufklärung (Framing zu Impfstoffen und Klimawandel) der Bevölkerung verwendet werden.

Wenn Eckhart sich nicht von Bill Gate sponsern lässt, greift er auch gerne in die öffentlichen Taschen. Hier steht er den meisten PR-Clowns um nichts nach. Die Förderung aus staatlicher Hand ist mit großer Wahrscheinlichkeit einer seiner Haupteinnahmequellen, wie auch bei Moder, Mai-Thi und andere Nominierten. Mit einer unserer Co-Nominierten, nämlich Natalie Grams, ein kleines Licht in der selbst erkorenen Pseudoaufklärungswelt, die wissenschaftlich ebenso bedürftig ist wie Eckhart, haben die zwei unter Mithilfe des RKI ein obskures online „Informationssystem“ – den Impf-O-Mat – erstellt. Dafür haben die zwei wissenschaftlichen Flachwurzler über 70.000 Euro Honorarnoten aus der Staatskasse abezogen [[Anfrage an: Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg]]. Der „Impf-O-Mat“ gleicht einem C64 Word-Adventure (für unsere jüngeren Leser https://de.wikipedia.org/wiki/Adventure) aus den Achtzigern, ist allerdings bei weitem nicht so unterhaltsam und endet, egal welche Fragen man stellt, immer in einer Impfempfehlung. Niveaulose staatliche Propaganda vom Feinsten.

Wie kommt Eckhart von Münchhausen (Namensverwechslung beabsichtigt) eigentlich darauf der deutschen Bevölkerung Vorträge über Wirksamkeit und Notwendigkeit einer vollkommen neuen und weitgehend ungetesteten gentechnikbasierenden Immuntherapie aufzuklären. Seine Ausbildung lässt darauf schließen, dass er weder den Inhalt einer klinischen Studie verstehen kann, geschweige denn die systemische Wirkung eines Gentherapeutikums dieser Art auf den menschlichen Organismus. Wenn Eckhart schon die generellen Prinzipien der Physiologie, Virologie und Epidemiologie nicht versteht, wie kann er dann Zusammenhänge der klimatischen Veränderungen im Anthropozän verstehen wollen? Ist er ein Universalgenie oder ganz einfach nur ein findiger Geldeintreiber der auf aktuelle Narrative aufspringt, um seine belanglose Existenz auf Kosten aller Anderen am Planeten zu finanzieren?

Entscheiden Sie selbst …




Phantasie und Wirklichkeit

Bildungsminister präsentiert Studie zu Wissenschaftsskepsis

2023 Österreich, in einer finsteren und engen Gasse des 1. Wiener Gemeindebezirks werden die Evolutionstheorie von Charles Darwin und die Allgemeine Relativitätstheorie von Albert Einstein auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Damit die Flammen besser lodern kommt noch die letzte Ausgabe der österreichischen Verfassung oben drauf. Danach macht sich der Lynchmob auf den Weg zum Parlament auf der Ringstraße um den demokratisch gewählten Repräsentanten, die immer nur Bestes für Land und Bevölkerung wollten, den Garaus zu machen. Das Militär bereitet sich – angeführt durch einen senilen Kettenraucher und einen ehemaligen Geckogeneral – auf der Ringstraße darauf vor, dem rechtsradikalen Auswuchs mit aller Härte entgegenzutreten. „Nieder mit der Demokratie, nieder mit der Wissenschaft, Moder soll lodern, MaiThi geht in die Knie !!!“ 

In dieser Art würde wahrscheinlich eine Neuauflage von Karl Kraus‘ „Die letzten Tage der Menschheit“ anmuten, ginge es nach der Propagandafantasie von Bundesminister Martin Polaschek.Wissenschaft und Demokratie seien untrennbar miteinander verbunden, so stottert der zurecht gestutzte Pudel von seinem Rednerpult in Richtung Kamera. Wer der Wissenschaft skeptisch gegenüber steht, sei auch ein Feind der Demokratie. Ein kausaler Zusammenhang, der sich schwer leugnen lässt, vor allem, wenn die vom Ministerium beauftragte Untersuchung durch das Institut für Höhere Studien[[Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) in Zusammenarbeit mit der Universität Aarhus im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF)]] eine solche bemerkenswerte Verknüpfung zutage gebracht haben will. Ein logischer Ansatz zur Bekämpfung der Demokratiefeindlichkeit in Österreich sei demnach die Stärkung des Glaubens an die Wissenschaft und diese soll schon dort beginnen, wo man die Brutstätte der Skepsis vermutet, nämlich in den Schulen.

Wer kennt nicht die fanatisch-radikalisierten Rauchergruppen, die sich in der Mittagspause nach dem Geographieunterricht bei einer Zigarette im nahegelegenen Park organisieren und dort über die Lügen der sphärischen Erdgeometrie oder dem Versagen des Heliozentrischen Weltbilds philosophieren. Es kann gar keinen Klimawandel geben, weil die Erde schlüssiger Weise eine Scheibe ist. Es wird über die Philosophie von Marx, Lenin und Trotzki diskutiert, ja auch der Ruf nach einem totalitären, starken Führer, der das Land einen und in eine glorreiche Zukunft führen soll, raunt rauchgeschwängert über die Lippen der Pubertierenden. Pin-up Plakate von Sebastian Kurz und Thomas Schmid werden als Devotionalien getauscht, manchmal rutscht auch ein Karl Nehammer oder gar ein Rudi Anschober dazwischen …

Gut, gut, ich höre schon damit auf … aber die ekelerregende Polemik einer Person bei der nicht ganz klar ist, wie sie jemals einen akademischen Grad erreichen konnte oder überhaupt in die Position eines Rektors an eine der größten Universitäten Österreichs gewählt werden konnte, lässt auch mich immer mehr an der „Wissenschaft“ zweifeln. Natürlich ist der PR-Clown Polaschek nur ein „Rechtswissenschaftler“ – man möge einmal darüber reflektieren, dass die Erforschung eines selbsterdachten Systems bereits Wissenschaft sein soll – aber die groteske zur Schaustellung eines offensichtlich unvorbereiteten Bundesministers der wahrscheinlich nur die vermeintlich medienwirksamsten Aspekte aus dem Executive Summary des Ursachenberichts herausgegriffen hat, völlig im Sinn verdreht, sprachlich verschärft und in einem nicht existierenden kausalen Zusammenhang darstellt, lässt vermuten woher die „Demokratieskepsis“ der 10% der österreichischen Bevölkerung stammen könnte. Hier wundert mich, dass es nur 10% sind.

Ich für meinen Teil werde ab jetzt, wenn ich wissenschaftliche Arbeiten zur Korrektur zugesandt bekomme, diese nicht mehr kritisch hinterfragen. Zu groß wäre die Gefahr dabei in die Demokratiefeindlichkeit abzurutschen. Denn die Wissenschaft ist rein und heilig und wissenschaftliche Konzepte zu hinterfragen wäre Häresie und daher wissenschaftsfeindlich.

Interessant ist weiters das unverschämte Framing, das durch unseren Staatspropagandafunk ORF verbreitet wird. In der gesamten Studie wird kein einziges Mal das Wort „Demokratiefeindlichkeit“ verwendet, sondern immer der Terminus „Demokratieskepsis“. Ein grober sprachlicher Unterschied, der sich in die APA Aussendung des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung eingeschlichen hat und die Vermutung nahelegt, dass entweder im Bundesministerium einige Analphabeten herumlaufen, die nicht sinnerfassend lesen können oder aber die alternative Wortwahl sowohl von den Leitmedien als auch der Bundesregierung zur Propaganda eingesetzt wird.

Konträr zur Phantasie des Polascheks nun die Realität der Studie:

Laut Studie ist der durchschnittliche Demokratiefeind aka Wissenschaftsskeptiker ein ungebildeter, frustrierter, männlicher, junger Großstädter aus dem rechten Eck, populismushörig, der denkt die Politiker und Parteien wären schuld an den allgemeinen Missständen im Land, und der gerne etwas mehr direkte Demokratie durch das Volk umgesetzt sehen würde. Natürlich will er auch einen starken Führer, der über alle Köpfe hinweg Entscheidungen trifft.

Hier muss ich bemerken – der rechte Trottel aus der Großstadt hat, trotz Bildungslücke, einen guten Zugang zur direkten Demokratie die in Österreich nur als Farce installiert ist um der Bevölkerung einen direkten Einfluss auf Entscheidungen zu suggerieren. Als gutes Beispiel sei hier das Mittel des Volkbegehrens genannt. Seine Beobachtung, dass Politiker und Parteien Schuld an sehr vielen Missständen im Staat sind, ist schlicht und ergreifend korrekt. Weiters ist sein Wunsch nach einem autoritären Führer, der über seinen Kopf hinweg entscheidet, überflüssig, weil die Bundesregierung das jeden Tag macht. Im rechten Eck ist er in der österreichischen Politiklandschaft ebenfalls bestens platziert und die Darstellung dieser Studie durch Polaschek ist ein schönes Beispiel für Populismus. Das aus diesem System Frustration und Unzufriedenheit entsteht hat nichts mit mangelnder Bildung zu tun, sondern zeigt, dass der Knilch fast täglich aufkommende politische Skandale in den Medien nachverfolgt und korrekt bewerten kann bzw. dass der nächste Punkt der Studie ebenfalls zutrifft.

„In den Fokusgruppen unserer Studie wurde Kritik an Wissenschaft (und Demokratie) geäußert, welche sich vorrangig auf Einflussnahme durch Politik oder Wirtschaft, sowie die Verfolgung von Eigeninteressen von PolitikerInnen und WissenschafterInnen bezieht“

Ursachenstudie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis

Diese Kritik ist in vollem Umfang angebracht und das muss man denke ich nicht weiter besprechen, wer Zweifel daran hegt, soll sich einmal durch unsere Plattformbeiträge arbeiten (z.B. Wussten Sie eigentlich …, Kommentar zum NEWS Artikel „Das Netz der Pharma-Industrie“)

Quasi ein Knieschuss ist dann …

„Dabei wird jedoch teilweise zu wenig bedacht, dass, wie auch die ExpertInneninterviews gezeigt haben, organisierte Skepsis und offener kritischer Diskurs Wesensmerkmale von Wissenschaft und auch Demokratie sind“

Ursachenstudie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis

Eine beeindruckende Erkenntnis und man wundert sich warum Polaschek nicht diese Aspekte hervorgehoben hat, obwohl sie so wichtig wären, um einen der Hauptgründe für Wissenschaftskepsis erkennen zu können.

Weiter heisst es …

„Nicht jede Kritik an Wissenschaft kann mit Skepsis gleichgesetzt werden, wie unsere qualitativen Daten verdeutlichen. Teilnehmende gaben in den Fokusgruppen teilweise die gleiche Antwort auf ihnen vorgelegte Survey-Fragen, legitimierten dies jedoch aus unterschiedlichen Gründen. So bekräftigten beispielsweise mehrere Personen in den Fokusgruppen, dass das Vertrauen in den „gesunden Menschenverstand“ keine Ablehnung von Wissenschaft bedeuten muss“

Ursachenstudie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis

Der gute, alte, gesunde Menschverstand sagt einem zum Beispiel, dass wenn alle um einen herum geimpft sind und der Impfstoff angeblich sterile Immunität verspricht, etwas nicht stimmen kann, wenn dann trotzdem alle weiterhin krank werden. Hier hat der gesunde Menschenverstand schnell eine Lüge der Politik und der Experten aufgedeckt. Nur um ein Beispiel zu nennen, warum der gesunde Menschenverstand nicht immer der Wissenschaft unterlegen ist. Nebenbei – um Wissenschaft zu betreiben benötigt man eine ordentliche Ladung von eben dieser Verstandesform und bei vielen Kollegen vermisse ich diese, weil sie einem zwischen Wunschdenken und Realität zu unterscheiden hilft. Historisch gesehen ist der Mensch natürlich ein gebranntes Tier, das immer wieder von „Wissenschaft“, Wirtschaft und Politik belogen wurde, um wirtschaftliche Interessen umzusetzen, daher ist ein gewisses Maß an Misstrauen verständlich.

„Zudem ist eine wissenschaftsskeptische Einstellung nicht eindeutig mit Interesse oder Desinteresse an Wissenschaft verbunden, wie Umfragedaten des Wellcome Global Monitor zeigen. In der Sekundäranalyse des Spezial-Eurobarometer 2021 geben „SkeptikerInnen” etwas häufiger an, sich sehr für Wissenschaft zu interessieren und sich, im Vergleich mit allen befragten ÖsterreicherInnen, intensiver mit Wissenschaft zu beschäftigen. Insgesamt ist das Interesse an Wissenschaft in Österreich etwas geringer als im EU-27-Durchschnitt, hat aber gegenüber 2010 leicht zugenommen. Personen, die wissenschaftsskeptischen Aussagen zustimmen, unterscheiden sich zudem, unseren Analysen nach, in ihrem Verhältnis zu Wissenschaft in vielen Aspekten nicht wesentlich von der Allgemeinbevölkerung.“

Ursachenstudie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis

Also hinkt die Idee des rechten Stadttrottel etwas, auch der Durchschnittsbürger outet sich als Wissenschaftsskeptiker. Eine alternative Erklärung wäre aber, anhand der rechtslastigen Politikausrichtung zu vermuten, dass alle Österreicher rechte Verschwörungstheoretiker sind.

Um auf des Pudels Kern zu kommen behauptet die Studie, diametral zur Aussage von Polaschek:

„In ähnlicher Weise hängen höhere normative Erwartungen an die Demokratie, ein als besser wahrgenommenes Funktionieren der Demokratie in Österreich sowie die Wahrnehmung, auf die Politik in Österreich Einfluss nehmen zu können, sowohl mit Wissenschaftsvertrauen als auch Demokratiezufriedenheit positiv zusammen. Auch die durchgeführten Fokusgruppen zeigen, dass Wissenschaft in Zusammenhang mit der Demokratie gesehen wird und sich Kritik an dieser vorrangig auf die praktische Umsetzung im Kontext politischer und wirtschaftlicher Interessen bezieht“

Ursachenstudie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis

Das bedeutet, die Studie zeigt eigentlich, dass sich politische und demokratische Unzufriedenheit negativ auf das Vertrauen in die Wissenschaft auswirkt und nicht umgekehrt. Daher sind die Bemühungen von Polaschek und der Bundesregierung, das Vertrauen in die Wissenschaft zu stärken vergebens, solang der Sauhaufen – der sich Bundesregierung nennt – sich nicht des Vertrauens der Bevölkerung würdig erweist.

Basierend auf einer historischen Analyse zur Wissenschaft- und Demokratieskepsis in Österreich wird weiterhin empfohlen proaktiv zu werden:

„Für die Handlungsfelder gegen Wissenschaft- und Demokratieskepsis bedeuten die Ergebnisse der historischen Analyse, an jene Handlungsmuster anzuknüpfen, die in Epochen von Demokratisierung und Förderung von Wissenschaft gebildet wurden (z.B. Volkshochschulen als Orte der Wissenschaftskommunikation, Mäzenatentum). Zugleich sind Handlungsmuster zu vermeiden, die in Richtung Autokratie und Diktatur führen können (z.B. mangelnde Diskussionsbereitschaft und -fähigkeit, Abwertung der jeweils Andersdenkenden).“

Ursachenstudie über Wissenschafts- und Demokratieskepsis

Man muss also bemerken, dass der Unterschied zwischen der Aussage der Studie und der Darstellung durch Polaschek nicht nur nicht größer sein könnte, sondern offensichtlich wurde großes Augenmerk darauf gelegt die Aussage der Studie zu Propagandazwecken umzudrehen.

Final muss man – und so ist es normal üblich bei Studien – die Studie bewerten. And the weakness of the study is: Offensichtlich wurden fast alle Informationen aus Survey Daten der EU entnommen, die allesamt aus der Pandemiezeit stammen, vergleichende Umfrageanalysen werden dadurch wahrscheinlich verzerrt und damit der eigentliche Grund für die Wissenschafts- und Demokratieskepsis verschleiert. Wenn Sie dennoch den Grund wissen wollen, lassen Sie die letzten vier Jahre nochmals im Geiste Revue passieren (wenn Sie das aushalten).

Was? Sie meinen ich kann die Studie nicht interpretieren, weil ich kein Experte bin? Aber ich bin auf dieser Plattform Wissenschaftskommunikator, daher weiss ich alles, kann alles und darf daher auch alles behaupten!




Florian Thalhammer, MD

Zur Verleihung >> 2. Goldene Clown Nase Award

Exzerpt

Beeindruckend wie wenig Informationen man über eine offensichtlich so wichtige Persönlichkeit wie Dr. Thalhammer im Internet findet. Sollte man meinen, an der entsprechenden Universität einen Curriculum Vitae finden zu können ist man bei der Medizinischen Universität Wien (MUW) am Holzweg. Dann versuchen wir doch ein bisschen Licht auf den „öffentlichkeitsscheuen“ Infektiologen der MUW zu werfen, um ihn nicht ganz informationslos für ein goldenes Näschen zu nominieren.

Florian Thalhammer, geboren 1964 in Wien,1991 promovierte er in Medizin an der Uni Wien, 1999 habilitierte er im Fach Innere Medizin. Sein Zusatzfach belegte er im Bereich Infektionen und Tropenmedizin. Seit 2007 ist er Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. Aktuell (2022) scheint er nach eigenen Angaben an der Urologie der MUW im Allgemeinen Krankenhaus Wien tätig zu sein.

Wissenschaftliche Leistungen

Wissenschaftliche Auslandsaufenthalte konnten wir keine ermitteln und seine Publikationsliste lässt sich in den letzten 30 Jahren auf ein paar durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Veröffentlichungen als Erst- oder Letztautor reduzieren. Alles in Allem wenig beeindruckende Arbeiten mit einem starken Hang zur Weekly-Wo, der Wiener klinischen Wochenschrift, dem Abfalleimer der medizinischen Forschung. Was klar aus der Betrachtung der Publikationsliste hervorgeht: Florian Thalhammer ist einer der Profiteure der Covid19 Pandemie. Seit 2020 rauschte die Publikationszahl nur so nach oben, nur die Qualität der Arbeiten will sich trotz Quantität nicht einstellen. Das ändert sich auch nicht dadurch, dass strategisch hier und da im Titel Begriffe wie Covid19 oder Coronavirus platziert wurden. Einer unserer Favoriten ist die Arbeit „Ischemic Priapism in a 12 Year Old Patient Associated With Coronavirus Disease 2019 (COVID-19): A Case Report“ aus dem Jahr 2022, auf der Thalhammer Koautor ist. Diese zeigt recht klar wie wertvoll der Beitrag eines Infektiologen sein kann, wenn es darum geht hochqualitative Publikationen hervorzubringen. Nicht dass wir den armen Jungen schmähen wollen, der durch den schmerzhaften Priapismus sogar hätte impotent werden können, aber für Priapismus gibt es eine effektive Behandlung die von Covid19 unabhängig durchgeführt werden kann. Also muss man sich die Frage stellen, welcher Maßstab auf der MUW Urologie für einen relevanten publikatorischen Output gelegt werden.

Nominierung

Sowohl unsere werten Leser aus Österreich als auch unsere Leser aus den Nachbarländern werden sich jetzt Fragen: „Wer zur Hölle ist dieser Florian Thalhammer eigentlich, und warum wird eine recht unbekannte Person für den prestigeträchtigen GCN Award nominiert?“.

Diese Frage ist durchaus berechtigt und wir wollen kurz umreißen, wieso wir auch den Kleinmüll entsorgen, bevor ein großer stinkender Haufen daraus wird. Normalerweise versuchen wir auch bei den dümmsten Nominierten eine ordentliche Portion Humor in die Nominierung einzubringen, jedoch reicht nur ein Gedanke an Florian Thalhammer um einen leichten Brechreiz einzuleiten und es vergeht einem das Vergnügen am Schreiben.

Florian Thalhammer stellt den Prototypen des narzisstischen, wissenschaftlich halbgebildeten Mediziners (vulgo Pharmalobbyist) dar. Gerne würde er jedem pauschal medizinische Eingriffe zukommen lassen, Hauptsache ist er steht im Mittelpunkt des Rampenlichts und die Kasse der Zuwendungen durch die Pharmaindustrie klingelt. In diesem Fall wurde z.B. die Österreichischen Gesellschaft für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin, deren Präsident Thalhammer höchst persönlich ist, mit über 120.000 Euro von Pfizer gesponsert und das sicherlich nicht zweckgebunden[[Alle Ungeimpften „enden auf Intensivstation“ – Andreas Sönnichsen stellt „Experten“-Meinung richtig]].

Nach neuesten Indizien empfiehlt Thalhammer zum Besipiel Paxlovid und Molnupiravir für Jedermann/frau an der MUW der aufkeimende Symptome einer SARS-CoV2 Infektion aufweisen könnte. So soll laut Insider jeder freien Zugang zu diesen Medikamenten über die interne Apotheke bekommen, nach Angaben ist hierfür ein Rezept nach Rückspache mit einem Arzt notwendig, es wurden allerdings bereits Personen aus größeren Infektionscluster großtechnisch mit diesen Medikamenten versorgt ohne Berücksichtigung der Notwendigkeit für eine Frühzeitbehandlung.

Lustig daran ist, dass einer der Wirkstoffe von Paxlovid, nämlich Ritonavir, Cytochrome – eine Enzymgruppe die unter anderem in der Leber dem Abbau von Giftstoffen dient – blockiert, um für den eigentlichen Hauptwirkstoff Nirmatrelvir eine höhere Bioverfügbarkeit zu gewährleisten. Nachteil an der Sache ist, dass die meisten, mehr oder weniger schädlichen Substanzen, die normalerweise durch die Leber abgebaut und ausgeschieden werden, im Körper verbleiben. Es handelt sich also um ein Medikament, dass sicherlich nicht von Hinz und Kunz zum Vergnügen eingenommen werden sollte, sondern die Administration einer genauen Begutachtung der Patientensituation bedarf, vor allem in Hinsicht auf aktuell laufende Medikation und den damit verbundenen Wechselwirkungen.

Eines unserer Lieblingsmedikamente ist definitiv Molnupiravir. Dieser virale RNA-Polymerase Inhibitor ist nachweislich Embryo-/Teratogen. Kann also die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und stört die embryonale Entwicklung, sprich führt zu Missbildungen bzw. ist potenziell erbgutschädigend. Während und nach der Einnahme, wird in diesem Fall, sogar eine dreimonatige Empfängnisverhütung empfohlen.

Selbst das Robert Koch Institut empfiehlt aufgrund der Gefährlichkeit der Substanzen nur eine Anwendung bei Patienten bei denen Risikofaktoren für einen schweren Erkrankungsverlauf vorhanden sind [[Antivirale Therapie in der Frühphase einer SARS-CoV-2-Infektion]]. Um so verwunderlicher ist, dass Thalhammer offensichtlich in einer MUW internen „Informationsveranstaltung“ zwar auf die Nebenwirkungen, den schlechten Wirkungsgrad (ja auch hier hat Pfizer gelogen) und den Rebound Effekt der antiviralen Frühtherapiemedikamente hingewiesen hat, aber trotzdem allen Mitarbeitern die Einnahme empfiehlt, ganz nach dem Motto: „Hilft es nicht, schadet es nicht“.

Wir haben schon einmal von dem mafiösen Pharmalobbyistennetzwerk an der MUW berichtet (Kommentar zum NEWS Artikel „Das Netz der Pharma-Industrie“), in dem Florian Thalhammer zwar eine untergeordnete Rolle spielt, aber wie gesagt auch Kleinvieh macht Mist. Innerhalb des Mikroversums der MUW würde, laut unserer Informanten, der Infektiologe gerne eine gewichtige Rolle einnehmen, was ihm Aufgrund seiner offensichtlichen Inkompetenz von seinen Kollegen und sogar von der Universitätsleitung verleidet wird.

Bemerkenswert ist daher, dass der Infektiologe sein ursprüngliches Institut verlassen und danach auf die Urologie des Klinikums gewechselt hat. Hier muss man sich die Frage stellen, was ein Infektiologe auf einer Urologie zu suchen hat. Kommen die Urologen neuerdings nicht mehr ohne Hilfe von außen mit den mannigfaltigen bakteriellen und viralen Erkrankungen des Urogenitaltrakts zurecht? Nein, laut unserer Informationen wurde Florian Thalhammer aufgrund galoppierender sozialer und fachlicher Inkompetenz aus seinem ursprünglichen Institut entfernt. Nachdem er dann wie ein losgelöster Trabant an der MUW herumgeisterte, wurde er vom Vorstand der Urologie an die Klinik berufen, damit auch die Urologen an der großen Inszenierung des globalen Corona-Schauspiels gewinnbringend teilhaben konnten (siehe Priapismus Fallstudie oben). Dafür benötigt man natürlich einen inkompetenten Infektiologen – das leuchtet ein.

Der werte Leser wird sich nun Fragen, wie wir dazu kommen diesen armen Mann so zu quälen und woher wir wissen wollen, dass Florian Thalhammer einer der typischen narzisstischen PR-Clowns ist. Die Erklärung folgt zugleich.

Florian Thalhammer ist definitiv der Bratwurstfraktion der Kategorie Karl Ludwig, Peter Hacker und Werner Gruber zuzuordnen. Seine offensichtliche, persönliche Angst vor einem Virus, das hauptsächlich schwere Verläufe bei Personen mit diversen Zivilisationserkrankungen hervorruft, die durch einen schlechten Lebenswandel verursacht werden, können wir daher durchaus verstehen. Man kann sich nichts unterhaltsameres vorstellen, als den adipös-hypertonen Infektiologen durch die Gänge des Allgemeinen Krankenhaus Wien (AKH) hetzten zu sehen bei dem Versuch den Eindruck zu erwecken, er wäre besonders wichtig. Wenn Florian Thalhammer gerade nichts besseres zu tun hat, lässt er keine Möglichkeit aus seiner fachlichen Inkompetenz in Print- und Funkmedien freien Lauf zu lassen. Auch im schönen und freien weltweiten Netz treibt er sein Unwesen. Auf https://infektiologie.co.at/ kann man seinen wöchentlichen Blog genießen, auf dem er seinen pharmanahen Kollegen der MUW und namhaften Pandemietreibern in Österreich eine Plattform bietet, ihren teils pseudowissenschaftlichen „Kren zu reiben“ (österr. für: Unsinn reden). Hier kommen auch alte Bekannte wie z.B. unser seniler Lieblingspensionist, Pharmalobbyist und PR-Clown Herwig Kollaritsch zur Sprache.

Nach unterirdischen Interviews, in denen Florian Thalhammer immer wieder die Wichtigkeit einer flächendeckenden Durchimpfung der Bevölkerung mit den bedingt zugelassenen, experimentell-genetischen Therapeutika betonte, hat er diesmal wirklich den Vogel abgeschossen und zwar definitiv ein Tier in der Größe einer Boeing-747.

Gemeint ist ein Interview vom 21.8.2022 in der Österreichischen Tageszeitung Kurier mit dem klingenden Titel „Infektiologe: Wer sich nicht impfen lässt, wird auf Intensivstation enden“ [[Infektiologe: „Wer sich nicht impfen lässt, wird auf Intensivstation enden“]]. In diesem werden diverse intellektuelle Höchstleistungen vollbracht, wie zum Beispiel die Erkenntnis zu erlangen, dass der SARS-CoV2 wohl endemisch geworden ist. Manche Wissenschaftler benötigen ganze zwei Jahre für eine Erkenntnis die schon Ende 2021 evident war. Gratulation Hr. Gartlehner.

Haarsträubend wir es dann in der Sektion Impfstoffe. Hier gibt Florian Thalhammer quasi offiziell zu, dass das milliardenfache Impfmassaker am Planeten de facto eine großangelegte Impfstudie ist.

Für den Wissenschafter stellen die Covid-19-Vakzine einen enormen Fortschritt dar: „Ich glaube, die Impfstoffe, die es heute gibt, sind die bestuntersuchten Medikamente.“ Wo hätte man schon Arzneimittel mit „einer Milliarde Probanden“ …  die Beobachtungsmöglichkeiten bei Milliarden Anwendungen in Sachen Covid-19-Vakzine binnen kürzester Zeit viel, viel besser in der Lage, auch extrem seltene potenzielle Nebenwirkungen zu bemerken.

Florian Thalhammer, Kurier

So blabbert der Infektiologe weiter als wäre sein zentrales Nervensystem von seinem Neumund abgekoppelt (Neumünder biolog.: Lebewesen bei denen sich embryonal initial der Anus bildet).

Eine Infektion ist eine immunologisches Ereignis, zählt aber nicht zur Impfung. Der ‚vierte Stich‘ ist für alle Altersgruppen ab dem fünften Lebensjahr ganz klar empfohlen.“ Die Wirksamkeit sei mit 95 Prozent extrem hoch. „Neben der Grippeimpfung ist die Covid-Impfung ‚Kaiser‘.“

Florian Thalhammer, Kurier

In welchem Universum dieser Mann lebt ist nicht ganz klar, aber offensichtlich ist Florian Thalhammer so in seiner eigenen Pharma-Propagandablase gefangen, dass ein Blick auf die Außenwelt nicht mehr möglich ist. Wer Mitte 2022 noch behauptet die Impfstoffe wären zu 95% wirksam, ignoriert sowohl die Statistiken der letzten eineinhalb Jahre als auch den Fakt, dass Pfizer seine Phase III Studie (Comirnaty/BNT162b2) von hinten bis vorne manipuliert und schöngerechnet hat. Anderes ist eben auch von Moderna und AstraZeneca nicht zu erwarten.

Am Ende des wahnsinnigen Crescendo brüllt uns Thalhammer noch zum Abschluss ins Ohr:

Wer sich nicht (gegen Covid-19, Anm.) impfen lässt, wird auf der Intensivstation enden und über die Pathologie nach Hause gehen. Das muss man, glaub‘ ich, klar aussprechen

Florian Thalhammer, Kurier

Wir denken dieser Absatz spricht für sich selbst und ist an Dummheit kaum mehr zu überbieten. Da muss man sich schlussendlich fragen, welche Ansprüche eigentlich heute noch an vermeintliche Wissenschaftler gestellt werden, um einen Professorentitel an einer Universität erhalten zu können.

Gerechterweise muss man sagen, dass der gesamte Artikel im Kurier wie eine Propagandaschaltung der Bundesregierung klingt, leider wurde Thalhammer die Aufgabe zu Teil diese zu kommunizieren und er brüllte eindeutig am lautesten. Wer diesen Dummschwätzer zu dieser Tat eingeteilt hat, hat sich strategisch fest ins Fleisch geschnitten, weil es mittlerweile selbst die Hörigsten in der Bevölkerung erkennen, wenn die Experten Schwachsinn verzapfen.

Was lernen wir daraus bzw. was ist für den Leser die Take-Home-Message?

Florian Thalhammer hat mehr wissenschaftliche Arbeiten und Reputation zu bieten als irgendeiner unserer vorhergehenden Nominierten und ist trotzdem in der Hall-Of-Shame gelandet. Das soll Allen eine Lehre sein, die glauben, Titel und Ausbildung wären Basis für Redlichkeit und wissenschaftliche Kompetenz. Um es mit einem bildlichen Vergleich zu sagen: Des Kaisers neue Kleider sind nicht wunderschön, der Kerl läuft nackt in der Gegend herum und alle können sein kleines Zipferl und seine große Wampe sehen.




Cum hoc ergo propter hoc Karli?

Neulich lässt uns in den Nachrichten der ehemalige Kettenhund von Sebastian Kurz – der sich nun anschickt unser Kanzler zu sein – wissen, dass er sich zwar das gemeine Virus aller Sicherheitsvorschriften zum Trotz im Kanzleramt eingefangen hat (wir wollen ihm mal seine Geschichte so abkaufen), aber Gott Lob, hat er sich auch schon den Booster verpassen lassen. Deswegen ist er vollkommen symptomfrei, darf weiter sein Unwesen im Amt treiben und Pressestunden abhalten. Wie verantwortungslos von Dir Karli, so wichtig bist Du dann auch wieder nicht. Nun ja, manche Leute sind gleicher. Während ich diese Worte schreibe sitzt ich unter vergleichbaren Bedingungen in meiner Wohnung und warte auf die Möglichkeit mich endlich „raustesten“ zu können. Kann ich es doch kaum erwarten wieder meinen Pflichten als Arbeitnehmer nachkommen zu können, um das Establishment stützen zu können das uns so hervorragend bevormundet.

Warum Cum hoc ergo propter hoc werden sie sich fragen. Es handelt sich hier nicht um das berühmte Gulaschu von Josef Hader, sondern um einen vereinfachten kausalen Fehlschluss, der sich aus der Fehlannahme Post hoc ergo propter hoc ergibt, bei dem man einer Scheinkorrelation aufsitzt. Ein Fehler der erstaunlich oft in schlecht geplanten medizinischen Studien und naturwissenschaftlichen Arbeiten vorzufinden ist.

Ein Klassiker der Post hoc Behauptungen ist z.B. die Feststellung, dass die Geburtenrate in Deutschland mit der Anzahl der brütenden Storchenpaare korreliert und deswegen zur Fehlannahme führt der Storch würde das Kindlein bringt. Es besteht also der grundlegende Irrtum darin, dass eine Korrelation einem kausalen Zusammenhang unterliegt.

Lieber Karli, auch wenn Du denkst – oder zumindest der Bevölkerung suggerieren willst – dass Du nur wegen dem Booster nicht schwer erkrankt bist, dann transportierst Du eine Cum hoc Behauptung, da der kausale Zusammenhang zwischen Impfung und Erkrankung rein statistisch definiert ist. Immer nach dem Motto A kann B mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit beeinflussen, dann bleibt aber natürlich auch noch genug Raum das dem nicht so ist. Da keine Möglichkeit besteht zu erfahren ob Du in einer parallelen Realität nicht auch ohne Impfung oder Booster symptomlos gewesen wärst, ist Deine Aussage wissenschaftlich nicht einmal für die Würste, sondern schlicht und ergreifen falsch. Man kann von einem kleinen Militaristen wie Nehammer nicht mehr erwarten, da er mit großer Wahrscheinlichkeit über diese Spitzfindigkeiten bei Peter Filzmaiers „wie lenke ich die Massen“ – Rhetorikkurs nichts gelernt hat. Deswegen wollen wir ihm diesen kleinen Lapsus vergeben.

Dieser Fall zeigt allerdings sehr schön wie effizient die Propagandamaschinerie der Regierung arbeitet. Dieser Kausalfehler ist Grundbestandteil des Narrativ und selbst hochrangige Mitglieder der Regierung glauben den Schwachsinn den sie in ihrer selbst generierten Realitätsblase propagieren. Die Bevölkerung ist dann natürlich nicht davor gefeit diese fehlerhaften Ansichten in ihr Weltbild einzubauen. Wie oft habe ich schon, wenn jemand mit einem leichten Husten und Gliederschmerzen in die Quarantäne musste, den Spruch gehört „na Gott sei Dank ist er geimpft, sonst wäre er auf der Intensivstation gelandet“.




Thomas Szekeres – Großinquisitor

Thomas Szekeres ist Präsident der Österreichischen Ärztekammer, ein Job auf den er brav Jahrzehnte lang hingebuckelt hat. Seine ärztlichen und wissenschaftlichen Leistungen am Klinischen Institut für Medizinische und Chemische Labordiagnostik, Medizinische Universität Wien / Allgemeines Krankenhaus waren eher unterdurchschnittlich und wahrscheinlich wäre er dort auch verModert, weil Oswald Wagner dort trotz seiner Natureintrübung politisch fest als Institutsvorstand positioniert war und ist. Man sieht: für die Politik die Hose runterlassen zahlt sich ganz einfach aus. Mittlerweile ist Szekeres der Amboss auf dem die Pharmalobby die Mediziner in Österreicher auf Linie schmiedet. Abtrünnige kann der selbsternannte Großinquisitor da gar nicht riechen und wer nicht brav das etablierte Narrativ wiederholt bzw. den Schäfchen (Patienten) zuraunt, bekommt eine mit dem gusseisernen Äskulapstab übergezogen. Szekeres ließ seine geplante totalitäre Aktion vorab in den Medien, wie z.B. dem Österreichischen Rundfunk ankündigen. Unerwünschte kritische Denker, in der sonst egalisierten geistigen Tieffliegerelite, denen das Wohl des Patienten der Karriere vorgeht, sollen ausgeforscht und unerbittlich verfolgt werden [[https://orf.at/stories/3227153/]].

So nun geschehen in der Initiative #wirzeigenunserGesicht um Dr. Maria Hubmer-Mogg.

Dr. Hubmer-Mogg sieht sich als besorgte Mutter und verantwortungsvolle Ärztin, die die unangemessene Durchimpfung unserer juvenilen Bevölkerung durch Regierung und Pharmalobby als unerträglich empfindet und dafür mit ihrem Namen an vorderster Linie für das Recht aller Eltern kämpft.

Mitglieder der #wirzeigenunserGesicht Bewegung müssen nun mit einer Vorladung vor die strenge Kammer rechnen um sich für ihre Teilnahme an der Initiative zu rechtfertigen. Die fristlose Entlassung einer Notfallärztin in der Steiermark, die aufgrund gehäufter kritischer Reaktionen bei frisch Geimpften die Impfstoffe als „Dreck“ bezeichnete, ist exemplarisch für das Vorgehen von Szekeres und seiner Schergen [[https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20210518_OTS0019/zwei-schwere-allergische-impfreaktionen-waehrend-einer-impfaktion]][[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXVII/J/J_06680/index.shtml#]].

Gratulation Hr. Szekeres, Sie verlieren nicht nur wegen ein paar FPÖ-Deppen die Contenance – unterhaltsam, dass die Typen mehr darüber wissen was im Österreichischen Gesundheitssystem vorgeht als der Ärtzekammerpräsident – [[Weil FPÖ die Wahrheit sagte: Ärztekammerpräsident zuckt aus und verlässt Gesundheitsausschuss!]][[Eklat im Parlament: FP-Mandatar wirft Ärztekammer-Chef „Lüge“ vor]], Sie beginnen auch noch eine Hetzjagd auf die paar verbliebenen Mediziner in Österreich, die noch einen Funken Anstand, Hirn und Verantwortung im Leib tragen …




Werner Gruber

Zur Verleihung >> 3. Goldene Clown Nase Award

Exzerpt

Werner Gruber (*15.3.1970, Ostermiething, Oberöstereich), begann sein Physikstudium 1990 an der Universität Wien, das er 1999 abschloss. Seit 1997 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Experimentalphysik an der Universität Wien tätig. Neben Vortragsarbeiten an anderen Universitäten, leitet er kleinere astronomische Spielwiesen wie die Urania Sternwarte und das Planetarium Wien. 2021 wurde er von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil als Forschungkoordinator und -beauftragter des Bundeslandes Burgenland eingesetzt.

Wissenschaftliche Leistungen

Wer jetzt denkt eine Latte an qualitativ hochwertigen Fachpublikationen vorgesetzt zu bekommen, den müssen wir leider enttäuschen. Hr. Mag. Gruber hat es vorgezogen sich der schmerzhaften Erfahrung eines Doktorratsstudiums zu entziehen und gleich auf die mediale Pauke zu hauen. Man kann ihm zumindest nicht vorwerfen noch mehr Steuergelder für seine Ausbildung verbraten zu haben, als er es bis zu seinem Abschluss schon getan hat. Es existieren in seinem Fall ein paar ominöse Arbeiten – offensichtlich in Form von Buchbeiträgen – die wir der Vollständigkeit halber hier zitieren wollen [[Kratky K.W., Gruber W., „The role of time and autonomy in various kinds of control“, in Lasker G.E. et al. (eds.), Advances in Modeling of Anticipative Systems, Windsor, Ontario: The International Institute for Advanced Studies in Systems Research and Cybernetics, 1997, S. 36-41]][[ Gruber W., Kratky K.W., „Populations of integrate-and-fire oscillators with different frequencies“, in Trappel R. (ed.), Cybernetics and Systems `98, Vienna: Austrian Society for Cybernetic Studies, 1998, S. 357-361]]. Es schmerzt ein bisschen immer wieder dieselben Schemata durchwandern zu müssen, aber es handelt sich hier auch um einen speziellen Menschenschlag, der sich stereotypisch verhält.

Nominierung

Werner Gruber, der Ritter der Bratwurst, Graf von Rösti-Rösti, gefürchteter Vernichter und polemischer Vorantreiber des Genozids der Gattung Sus, der Mann, der sich den Gastralraum wuchten und von Hr. Puntigam die Pumpe wieder in Rhythmus brutzeln ließ.

Grund unserer Nominierung ist ein kürzlich ausgestrahltes Video, frisch aus Fellners Gulasch-Kanonen-Boulevardmedium OE24, unter dem Titel „Corona-Verschärfungen: Wien entscheidet am Dienstag“ [[Corona-Verschärfungen: Wien entscheidet am Dienstag – OE24]]. Kaltschweißig hechelt sich Gruber – dezent hyperton mit ein paar lustigen Fachbegriffen um sich werfend – durch das Interview. Eines muss man dem Burschen lassen, er hat wirklich Nerven so viel Kren zu reiben (wienerisch für großspurig Blödsinn reden). Was hier geboten wird lässt auf den kompletten Verlust des Restverstandes von Gruber schließen. Ist ihm gar die Großhirnrinde verModert? Aber was macht Gruber so hibbelig? Es ist natürlich das garstige Virus und der Unwillen der Leute das feine Zeug der Pharmaindustrie – die doch nur unser aller Bestes will – in Ihre verseuchten Körper gelangen zu lassen. Nicht ganz unbegründete Ängste der Bevölkerung werden da im Demagogenstil niedergeschmettert.

Soll man Personen, die einerseits offensichtlich nicht mündig sind sich um ihre eigene Gesundheit zu kümmern und andererseits über keinerlei Wissen im Bereich Virologie, Immunologie oder Epidemiologie verfügen, gestatten ihre geradezu faschistisch-subjektiven Ansichten in den Medien freien Lauf zu lassen?

So fliegen einem im Interview saftige Sprüche um die Ohren:

Jetzt sollen sich diese alten Idioten doch endlich impfen lassen, die sind so dumm, die können nicht einmal drei Zahlen in eine Exponentialgleichung einsetzten. Er hat sich das Zeug reingeballert, hat einen superhohen Antikörperspiegel und er weiß nicht was die Leute mit der Potenz haben, sein Kumpel (Martin Puntigam?) hat das auch gemacht und ist immer noch potent wie ein Grizzlybär. Er kann uns die Pandemie prognostizieren, er hat das ja schließlich gelernt, dass jetzt ganz, ganz viele Leute sterben werden, vor allem die Opas und Omas, die es bis jetzt noch nicht erwischt hat. Und er kann auch ausrechnen, dass die Mortalität final bei 1.2% liegen wird.

Wirklich Hr. Gruber, haben Sie das wirklich ernsthaft alles so gesagt? (Anmerkung der Redaktion: ja, sagt er so im Interview)

Hr. Gruber, Ihre Angst ist berechtigt. Sie sind ein klassischer Kandidat um als verstorben-mit-Corona – Toter in der Statistik zu enden. Sie sind der Meinung die Ärzte wissen schon was Sache ist und die braucht man nur fragen, wenn es um die Gesundheit geht? Haben Ihnen die Ärzte irgendwann mal geflüstert, dass Sie bei Ihrem Gesundheitszustand als einer der jährlich weltweit 18 Millionen Herzinfarkt- und Insult Toten enden werden? Glück für Sie, die WHO hat Fettleibigkeit als Erkrankung deklariert und dass gilt auch ohne schwerwiegenden Erberkrankungen. Das wird dafür sorgen, dass Sie mit Ihrer „Erkrankung“ weiterhin das österreichische Gesundheitssystem nach Lust und Laune belasten können. Wenn es nochmals einen Zwischenfall gibt, könnte es durchaus passieren dass Sie sich die nächsten 20-30 Jahre von der Gesellschaft als Vollzombie durchpflegen lassen können.

Wir können auch gut verstehen, dass Sie vor den steigenden Auslastungen der Intensivstationen Angst haben, da könnten Ihnen im Extremfall zwei Coronadeppen Ihre zwei Intensivbetten wegnehmen, die man für Fettleibige benötigt. Auch die vier Intensivpfleger, die Sie dann umdrehen müssen damit Sie sich Ihr Hinterteil nicht wundliegen, wären dann mit den Deppen beschäftig, was für eine ungerechte Welt! Dabei wäre alles so leicht und gar nicht notwendig. Wenn sich die Leute nur am Riemen reißen, etwas für ihre Gesundheit tun und sich endlich impfen lassen (Vorsicht Doppelmoral).

Als gute Nachricht für Sie Hr. Gruber, wir verstehen von Exponentialgleichungen mehr als Sie von biomedizinischen Wissenschaften. Deswegen können wir Sie über eine Fehlannahme Ihrerseits aufklären. Sie sind durch Ihren superhohen Antikörperspiegel eventuell vor einer systemischen Infektion geschützt (oder auch nicht, wie z.B. viele unserer Kollegen, die vollständig geimpft sind und mittlerweile mehr oder weniger schwer erkrankt sind), können aber problemlos Opa und Oma anstecken. Das hat Ihnen Martin Moder wahrscheinlich verschwiegen.

Über Ihre Behauptung, Sie wurden dafür ausgebildet epidemiologische Geschehnisse zu berechnen bzw. vorherzusagen, können wir eigentlich nur schallend lachen. Genauso wie Ihre nominierten Physikerfreunde haben Sie keine Modelle, die die Ausbreitung einer Virusepidemie annähernd brauchbar beschreiben, weil Ihnen das notwendige Wissen um die epidemiologisch-virologischen Hintergründe fehlt. Das können wir unter anderem an Ihrer plakativ eingesetzten Sebastian-Kurz-Polemik erkennen. Die Errechnung der Mortalitätsrate lässt zumindest vermuten, dass Sie die direkte Schluss- und Prozentrechnung beherrschen.

Vielleicht verstehen Sie mathematisch dann zumindest, dass die Covid19-Toteszahlen und die Mortalitätsrate in Österreich in einem vergleichbaren Bereich wie bei der saisonalen Influenza liegen. Ohne dass man systematisch nach Erkrankten und Verstorbenen sucht und trotz der Herdenimmunität der die Bevölkerung unterliegt. Wir nehmen an, Sie würden wahrscheinlich auch gerne alle Österreicher verpflichtend gegen Influenza impfen lassen. Übrigens, neben SARS-CoV2 haben Sie auch eine gute Chance an Influenza zu sterben, Sie gehören zwar nicht zur Gruppe im Risikoalter, aber in die Risikogruppe mit einer entsprechenden Vorerkrankung.

In Summa Summarum lässt sich wieder einmal die typische Kombination aus falscher Ausbildung und einer starken Prägung in Richtung Einbildung feststellen. Ein PR-Clown wie er im Buche steht. Ein besonders einfältiger noch dazu. Wieder ist jemand, dem die wissenschaftliche Grundlage fehlt, zum Sprachrohr des Mainstreams geworden und tritt den Ruf der Wissenschaft mit Füßen. Hr. Gruber, Sie sind kein Wissenschaftler und als Wissenschaftskommunikator sind Sie unqualifiziert und offensichtlich von der österreichischen Bundesregierung gekauft. Daher sind Sie vollkommen ungeeignet die Bevölkerung objektiv zu beraten. Evidenzbasiert sind Ihre Ausführungen auf jeden Fall nicht und selbstreflektiert schon gar nicht.




Florian Aigner

Exzerpt

Florian Aigner (* 19. November 1979) besuchte das Bundesgymnasium Freistadt in Oberösterreich und studierte danach 1999-2005 an der Technischen Universität Wien, gefolgt von seinem Doktoratsstudium 2005-2010 eben an dieser, an welcher er 2010 promovierte.

Wissenschaftliche Leistungen

Florian Aigner hat im Rahmen seiner Tätigkeit an der TU Wien immerhin sieben Arbeiten als Erst- oder Letztautor veröffentlicht [[Fast-atom diffraction at surfaces, December 2009,Journal of Physics Conference Series]][[Suppression of Decoherence in Fast-Atom Diffraction at Surfaces, January 2009, Physical Review Letters]][[Influence of Inelastic Processes on Fast-Atom-Surface Diffraction, November 2008, Journal of Physics Conference Series]][[Decoherence in the Diffraction of Helium at Surfaces, July 2008, unbekanntes Journal]][[Shot noise in transport through quantum dots: Clean versus disordered Samples,January 2007,Journal of Computational Electronics]][[Shot Noise in the Chaotic-to-Regular Crossover Regime, July 2005, Physical Review Letters]][[Technical Remarks and Comments on the UV/IR-Mixing Problem of a Noncommutative Scalar Quantum Field Theory, February 2003, Czechoslovak Journal of Physics]], die sich hauptsächlich mit der Ausbreitung und Streuung von Teilchen auf und in Feststoffen beschäftigen. Er beendete seine Ausbildung und wissenschaftliche Karriere 2010 mit der „Dissertation über quantenmechanische Streuphänomene“ bei Prof. Joachim Burgdörfer. Die meisten seiner Arbeiten basieren auf theoretischen Computersimulationen oder theoretisch mathematischen Abhandlungen, denen zumeist eine experimentelle Verifizierung fehlt. Für uns als Biologen eine recht interessante Angelegenheit, die uns im Reich der Physik immer wieder unterkommt und in dieser Form bei uns nicht möglich wäre. Wie auch immer existieren in der Ausbildung bzw. wissenschaftlichen Arbeit von Florian Aigner keinerlei Bezugspunkte zur Biologie oder Medizin. Seit seinem Rückzug aus der Wissenschaft 2010, ist Florian Aigner in der Presseabteilung der TU-Wien tätig und betreibt sonst – für einen PR-Clown typisch – hauptsächlich Selbstdarstellung in Rundfunk, Internet und Printmedien. Dazu ist Florian Aigner noch Vizepräsident und Mitglied in diversen selbst ernannten wissenschaftlichen Ödlandvereinen, u.a. der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP)

Nominierung

Eigentlich hätte ein Kollege die Karriere von Hr. Aigner aufarbeiten sollen, dieser hatte die Arbeit dann aber zurückgelegt weil wie er meinte „… die Aufarbeitung der wissenschaftlichen Kompetenz von Hr. Florian Aigner wäre, als würde man täglich dazu gezwungen werden einer Tatortreinigung beizuwohnen …“. Nun gut, so sei es, irgendwer muss den Dreck ja wegräumen.

Wie man aus der wissenschaftlichen Vergangenheit von Florian Aigner erkennen kann, ist er sicherlich mathematisch sattelfest mit einem Einschlag in Richtung Quantenoptik, soweit wir das beurteilen können. Das befähigt ihn dazu bei Fielmann oder Hartlauer für Fancy-Kunden ein paar holographische Brillen zu konzipieren, was er allerdings im Bereich der Medizin oder Biologie zu suchen hat, ist uns wiederum schleierhaft, er würde wohl in einer Auseinandersetzung mit einem Biologen in einem Grundlagengespräch keine zwei Sekunden durchhalten.

Der Größenwahnsinn des Hr. Aigner, zu glauben er wäre Spezialist in Disziplinen, die nicht seiner Ausbildung entsprechen, ist ein Phänomen das uns oft bei Physikern unterkommt (siehe weitere potentiell Nominierte wie Klimek, Gruber, Thurner, Popper, Lesch). Ich selber halte zeitweise Grundlagenvorträge über biologische Systeme vor den Kollegen dieser Sparte, um einen Brückenschlag zwischen Biologie und Physik zu ermöglichen, wenn ich dann in ihre leidvollen Kulleraugen blicke, finde ich dort zumeist nur tiefstes Unverständnis vor (vielleicht bin ich aber auch ganz einfach nur ein schlechter Lehrer). Unsere Vermutung ist, dass die Nähe zur höheren Mathematik die Leute durchdrehen lässt, offensichtlich entwickelt sich im geistigen Hinterstübchen eine Form des Gottkomplexes und sie denken alles ließe sich durch die Mathematik beschreiben und erklären, was einem selber ein Gefühl von Allmacht verleiht.

Wie Hilbert exemplarisch an der Vereinheitlichung der sperrigen und inkonsistenten Mathematik scheiterte, muss man erkennen, dass dieser Komplex völlig fehl am Platz ist. Verlangen Sie von Herrn Aigner ganz einfach er soll die Schrödingergleichung für das Heliumatom exakt herleiten, dann werde Sie sehen wie gut Aigner oder seine Mathematik tatsächlich ist. Wir können in diesem Fall relativ präzise vorhersagen, dass er versagen wird. Und lassen Sie uns ganz einfach Tacheles reden, wäre Hr. Aigner der grandiose Denker und das Allroundgenie für das er sich hält, wäre er kaum in Österreich mit den Dingen beschäftigt die er so treibt, sondern an einer der renommierten Forschungseinrichtungen tätig, man hätte ihn quasi schon vor Jahren abberufen.

Als „Faktenchecker“ am biomedizinischen Sektor hat Hr. Aigner ein bisschen etwas von Louis Toot dem Troglodyten-Sidekick von Krusty dem Clown. In diesem Fall ist er Sidekick von unserem Ober-PR-Clown Martin Moder. Angesteckt von der knisternden Atmosphäre um den rothaarigen ORF-Schelm, der wie ein hyperaktives Kindergartenkind in seinen Youtube Videos herumhüpft um seinen Jüngern die neueste – von staatlichen Stellen finanzierte und diktierte – Mainstreampropaganda um die Ohren zu peitschen, fühlt Aigner sich beflügelt auch mal ein bisschen in der vermoderten Suppe umzurühren. Da kann es schon einmal passieren, dass Hr. Aigner kritisch denkende Mitmenschen als Massenmörder bezeichnet. Wenn sie sich also wieder einmal über die präpotente Art und Inkompetenz von Hr. Aigner irgendwo in den Medien oder sozialen Netzwerken ärgern, denken Sie an meine Worte und lachen Sie leise für sich selbst, das ist gesund für Sie und wertvoller bzw. effektiver im Kampf gegen einen Virus als jede Impfung, die man Ihnen aufzwingen will.    




Wenn der Bock für die Pflege des Gartens besser geeignet ist als der Gärtner …

Da unsere Kommentarsektion nicht für Diskussionen gedacht ist und so schön plakativ zum Beitrag Sicherheitsbericht Paul-Ehrlich-Institut kommentiert wurde, haben wir die Beantwortung von „Cupido“ in die „Frei Gedacht“ Rubrik verschoben.

Ein Problem unserer Zeit ist, dass leider zu viele Gärtner in den Medien ihr Unwesen treiben denen es an der richtigen Ausbildung bzw. der entsprechenden intellektuellen Bandbreite fehlt um wissenschaftliche Sachverhalte korrekt darzustellen. Das Studium der Numismatik (das Studium der Numismatik wäre wünschenswert, hier lernt man genau hinzusehen, Anm. Ravenhurst) mit Nebenfach Journalismus als Basis für Wissenschaftsjournalismus scheint hier keine Seltenheit zu sein. Daher nutzt es niemanden – nein es ist sogar gefährlich – wenn gediegene populärwissenschaftliche Berichte verfasst werden und diese nur bedingt der Wahrheit entsprechen oder gewissenlos einer politisch indoktrinierten Mainstreammeinung folgen.

Daher bemerken die Böcke:

Cupido: „Datenerhebung schlecht“ – nicht vom PEI durchgeführt.

Wurde auch nicht behauptet, man sollte als Wissenschaftsjournalist auch sinnerfassend lesen können. Wir wissen aber um diese Lernschwäche der Internetgeneration und drücken deswegen ein Auge zu.

Cupido: „OE Analyse ignoriert“ – in der Methodik ist von weiteren Studien die Rede; OE Analyse allein ist kein Beweis.

OE-Analytik ist kein Beweis, liefert aber eine statistische signifikante Entität der man – darum wird Analyse durchgeführt – Beachtung schenken muss. Entsprechende „Studien“ werden zu spät kommen, da der Schaden bereits angerichtet ist wenn diese abgeschlossen sind. Es ist daher eine umfangreiche und vor allem vollständige Aufklärung der Bevölkerung, über mögliche schwere Impfkomplikationen zwingend notwendig. In der Realität findet keine Aufklärung statt, sondern willkürliches Streuen von Falschinformationen. In Österreich z.B. „Die Impfstoffe sind zu 100{3abcc1ef3018a7f752098e6e7df4d5f3d44bb48c051d47070dc8b44c96dce445} wirksam und gut verträglich“. Der Slogan kommt Ihnen wahrscheinlich bekannt vor und beide Behauptungen strotzen nachweislich vor Unwahrheit.

Cupido: „Interventionsstudie“ – nicht nachvollziehbar, da kein Einfluss auf Variablen genommen werden kann.

Eine Interventionsstudie beschäftigt sich mit der Untersuchung einer gezielt eingeführten Schutzmaßnahme ( = Intervention -> Impfung) auf ein Erkrankungsrisiko. Wenn man will kann man noch den Begriff „randomisiert“ einfügen um die geforderte Präzision zu erreichen. Kontrolliert wird hier ebenfalls da neben der Impfgruppe zwar keine Placebogruppe vorhanden ist, aber eine Gruppe der Nicht-Geimpften, beide Gruppen werden demnach gegeneinander verglichen. Doppelblind ist die Studie, weil weder die Durchführenden noch Studienteilnehmer verstehen was gerade passiert (Achtung Sarkasmus !). Damit sind alle notwendigen und nicht notwendigen Parameter für eine Interventionstudie erfüllt.

Cupido: „Zynisch in Bezug auf Todesursache“ – Den Punkt gebe ich, leider ist die Alternative eine höhere Gefahr.

Die „Höhere“ Gefahr betrifft hauptsächlich Risikogruppen, wer das bis dato immer noch nicht verstanden hat, dem ist leider nicht zu helfen. Geimpft werden eben aber auch Personen die keiner Risikogruppe angehören, diese werden – mitverschuldet durch mangelnde Aufklärung – fahrlässig einer potentiellen Gefahr ausgesetzt die langfristige gesundheitliche Schäden oder im schlimmsten Fall den Tod verursachen kann. Dabei steht nicht zur Diskussion wie hoch die Fallzahlen sind, ein „Kollateralschaden“ ist inakzeptabel. Es wäre interessant zu wissen wie der Wissenschaftjournalist reagieren würde, wenn eines der Opfer aus seiner eigenen Familie stammen würde. Wäre seine Toleranzschwelle dann immer noch so hoch?

Cupido: Gäbe es nur Wissenschaftsjournalist·innen bei Ihnen, die solche Sachverhalte einfach darstellen können, dass die Allgemeinheit OHNE naturwissenschaftliches Doktorat die Sachverhalte verstehen kann.

Dieser Bereich unserer Seite lautet „Frei Gedacht“ und „frei“ bedeutet bei uns wirklich frei seine Gedanken äußern zu können, daher erheben wir in dieser Rubrik nicht zwingend den Anspruch die Allgemeinheit aufzuklären. Es reicht uns der Bevölkerung die Inkompetenz unserer Nominierten aufzuzeigen, wer darüber hinaus lesen will ist herzlichst willkommen.




Sicherheitsbericht Paul-Ehrlich-Institut

Mit etwas Verspätung zu dem am 7. Mai 2021 erschienen Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich Instituts [[Paul-Ehrlich Institut]] (PEI, Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Deutschland) eine Zusammenfassung zu „Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen nach Impfung zum Schutz vor COVID-19“.

Der Sicherheitsbericht umfasst alle „Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen“ im Impfkampagnenzeitraum 27. Dezember 2020 bis 30. April 2021. Wichtig, es handelt sich hier um Verdachtsfälle deren Aufklärung noch erfolgen wird oder die im zu erwartenden Fall niemals aufgeklärt werden, weil die meisten Fälle nicht mehr rückwirkend nachvollzogen werden können, soviel zum engmaschigen Adverse Events Monitoring der EMA.

Wir wollen uns jetzt nicht auf spezielle Impfstoffe festlegen, wer Interesse an speziellen Zusatzinformationen hat kann HIER den Bericht herunterladen.

Zusammenfassung

Im genannten Zeitraum wurden in Deutschland 28.774.580 Dosen Impfstoff verimpft. Davon entfielen 22.393.183 Dosen auf die erste Impfdosis und 6.379.291 Dosen auf die zweite. Sprich es wurden um die 22 Millionen Personen vakziniert, die Berechnung auf die Dosisanzahl ist hier theoretisch irreführend weil man von Nebeneffektfällen redet und nicht von Impfdosen. Wer eine zweite Dosis erhalten hat, hat offensichtlich schon eine erste Dosis erhalten, also sind alle Zweitdosisempfänger bereits in den 22.393.183 Erstdosisempfängern enthalten. Das wirkt jetzt nicht so dramatisch, aber immerhin geht es hier um einen Fehler von mehr als 28{3abcc1ef3018a7f752098e6e7df4d5f3d44bb48c051d47070dc8b44c96dce445}.

Weiters sei darauf hingewiesen, dass die gemeldeten Nebenwirkungen sicherlich weit unter den Realwerten liegen, da nicht alle Fälle gemeldet wurden. Wenn Sie hier zweifeln, fragen Sie in Ihrer Bekanntschaft nach Nebenwirkungen nach der Impfung (und sei es nur eine Schwellung an der Einstichstelle) und ob diese korrekt bei der dafür zuständigen Stelle gemeldet wurden.

Die gesamten gemeldeten Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen betrugen im angegebenen Zeitraum 49.961, davon waren 4.916 schwerwiegender Natur, das sind 9,8{3abcc1ef3018a7f752098e6e7df4d5f3d44bb48c051d47070dc8b44c96dce445} aller gemeldeten Fälle. Relativ belaufen sich die Meldungen auf 1,7 ‰ (pro 1.000 Impfungen), korrekter 2,2 ‰ auf die geimpften Personen, davon 0,2 ‰ schwerwiegende Fälle.

Schwerwiegende Fälle

Als schwerwiegende Reaktionen gelten solche, bei denen die Personen im Krankenhaus behandelt werden oder Reaktionen, die als medizinisch bedeutsam eingeordnet wurden. Von den gemeldeten schwerwiegenden 4.916 Fällen verliefen 527 tödlich (oder auch 524, da ist sich das PEI nicht ganz sicher).

Todesfälle

Hochgerechnet hat man also salopp gesagt eine knapp 1:40.000 Chance nach einer Impfung das Zeitliche zu segnen. Die gute Nachricht für alle jungen Menschen ist, dass die meisten Opfer im Altersbereich um die 80 Jahre zu beklagen sind. Also – wie bereits vorhergesagt – eigentlich die Altergruppen die wir schützen wollen die höchsten Ausfälle zeigen.

AltersGruppen 20-39 40-59 60-79 80+ unbekannt
Fälle 12 39 90 340 31
Totesfälle pro Altersgruppe

Nicht desto trotz mussten offensichtlich genug junge Menschen ihr Leben lassen, ohne jemals zwingend an Corona erkranken zu müssen.

Thrombose mit Thrombozytopenie-Syndrom (TTS)

Die Daten zur TTS aus dem Sicherheitsbericht beziehen sich ausschließlich auf den AstraZeneca Impfstoff Verxzevria, wurden – aufgrund unvollständiger Datenlage – nur bis zum 11. April erhoben und zeigen ein dreimal so hohes Risiko für eine Thrombosebildung für Frauen gegenüber Männern. Insgesamt verstarben 14 von 67 gemeldeten Personen an den Folgen einer Thrombose. Das PEI weist darauf hin, dass die Dunkelziffer sehr wahrscheinlich höher ist, da nicht alle Fälle zu diesem Zeitpunkt vollständig erfasst waren.

ALtersGRUPPE 20-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 80-89 unbekannt gesamt
Frauen 9 8 (1) 10 (4) 11 (2) 10 (1) 2 (1) 0 0 50 (9)
Männer 5 7 (1) 1 (3) 1 1 1 (1) 0 1 17 (5)
Dokumentierte Fälle einer TTS, Anzahl der Toten in Klammer

Anaphylaktische Reaktionen

Im angegebenen Zeitraum wurden 226 Fälle einer anaphylaktischen Reaktion gemeldet, von der 202 Frauen, 23 Männer und eine Person mit unbekanntem Geschlecht betroffen waren. Das Durchschnittsalter betrug dabei ca. 44 Jahre. Davon mussten 40 Personen mit Adrenalin behandelt werden, bei 29 Personen ist nicht bekannt ob eine Behandlung vorgenommen wurde.

Unerwünschte Reaktionen von besonderem Interesse (Adverse Events of Special Interest, AESI)

Hier handelt es sich um ein Signal Monitoring, also um einen Vergleich der Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Komplikation in der nicht behandelten Bevölkerung im Verhältnis zur geimpften Kohorte. Sehr hochgestochen wird das Statistikverfahren dazu als Observed-vs-Expected (OE) Analyse – also „Beobachtet gegenüber Erwartet“ bezeichnet. Bei der OE-Analyse zeigen sich „Signale“ bei der Thombozytopenischen Purpura (ITP) und dem Guillain-Barré-Syndrom (GBS) bei der Impfung mit dem AstraZeneca Imfpstoff Vaxzevria.

Myokarditis

Im angegeben Zeitraum wurden zeitnahe zur Impfung 16 Personen mit einer Myokarditis diagnostiziert. Aufgrund der umfangreichen Ursachen die Myocarditiden auslösen können und da die OE Analytik hier ohne „Risikosignal“ einhergeht, geht das PEI von keiner Nebenwirkung eines Impfstoffes aus. Trotzdem hier eine tabellarische Darstellung der Fälle.

Altergruppen 18-29 30-39 40-49 50-59 60-69 70-79 80+ Gesamt
Frauen 2 2 0 0 0 0 0 4
Männer 6 3 1 1 1 0 0 12
Gemeldete Verdachtfälle nach Alter und Geschlecht

Akute disseminierte Enzephalomyelitis, Transverse Myelitis

Bei der transversen Myelitis wurden 3 Verdachtsfälle gemeldet und bei der disseminierten Enzephalomyelits 1 Verdachtsfall. Bis auf eine Fall der transversen Myelitis, die einer beginnenden Multiplen Sklerose zugeordnet wurde, konnten die anderen Fälle nicht beurteilt werden.

Resümee

Beindruckend ist die immer wieder schleißige Aufarbeitung bzw. Weitergabe der Meldungen über Vorfälle im Zusammenhang mit den Impfungen. Sollte man doch meinen hier wäre eine lückenlose Dokumentation und Beobachtung einer der wichtigsten Aspekte in der Impfkampagne, bekommt man den Eindruck das schnelle „Jauckerl“ wäre wichtiger als die Nachvollziehbarkeit der Auswirkungen. Wenn man die Hinweise darauf liest, dass bei Personengruppen weder bekannt ist, wie alt die Personen waren, welchen Impfstoff sie verabreicht bekommen haben oder ob sie gegen Nebenwirkung behandelt wurden, muss man die gesamte Datenerfassung in Frage stellen. Ebenso wirft die Qualität der erhobenen Daten ein schlechtes Licht auf die OE-Analytik. Bei solchen Analysen ist die Qualität und Vollständigkeit des Referenzdatenpool essentiell für die Aussagekraft der Analyse. Wenn der Referenzdatenpool genauso schleißig erhoben wurde wie die Daten der Impfkampagne, dann wird die Analytik nicht sehr spezifisch ausfallen.

Auch die etwas zynischen Hinweise auf die wahrscheinliche Ursache der Todesfälle, die man in schweren Grunderkrankungen der Opfer sieht, lassen einen mit Beklommenheit zurück. Hier wird eiskalt und wohlwissend eine Umkehrargumentation verwendet, die einem vor einem Jahr noch Prügel und öffentliche Ächtung beschert hat, wenn man behauptete ein Großteil der Coronatoten wäre durch dieselben schweren Grunderkrankungen verursacht worden. Besonders unterhaltsam finden wir die Argumentation im Text zum Thema OE-Analytik „… Thrombozytopenie (wurde Anm.d.R) bereits als Nebenwirkung in der Produktinformation aufgeführt“, was den Schluss zulässt als hätte man wohl wissend um die schweren Nebenwirkungen den Impfstoff auf die Bevölkerung losgelassen und stellt jetzt die Frage danach, warum sich Alle über die auftretenden Fälle beschweren.

Interessant wird es nochmals bei der OE-Analytik im Falle des Guillain-Barré-Syndroms. Warum hier zwar auf signifikante Signale hingewiesen wird, aber keinerlei Stellungnahme über die gemeldeten 22 Fälle abgegeben wird, ist nicht nachvollziehbar.

Bei allen Versuchen des PEI sich aus der Affäre zu ziehen muss man einen Fakt anerkennen. Vielleicht lässt sich im Zusammenhang mit dem Thrombozytopenie-Syndrom nicht jeder Fall auf die Impfung zurückführen, aber alleine die Tatsache, dass bei der OE-Analytik eine signifikante Häufung auftritt impliziert, dass in dieser Gruppe Todesfälle dem Impfstoff anzurechnen sind (andere Folgen wie z.B. deswegen notwendige Amputationen werden hier gar nicht aufgearbeitet). Dazu kommen die Fälle des Guillain-Barré-Syndrom, die vielleicht jetzt noch nicht so publik sind weil es sich um keine Toten handelt. Aber im Endeffekt kommt es zu einer Verkürzung der Lebenserwartung der Opfer und zu einer massiven Reduktion der Lebensqualität.

Der fachkundige Forscher wird behaupten, die Auswertung des PEI klingt wie die einer Interventionsstudie und hat damit natürlich recht. Man kann es noch böser ausdrücken – wie die Auswertung eines Tierversuchs, weil die Sicherheitsregulationen in einer Interventionsstudie wesentlich aggressiver gesetzt sind. Nur bei Tierversuchen lässt man es wissentlich auf den Tod eines Individuums ankommen um vollen Einblick in Nebeneffekte einer Behandlung zu bekommen …




Natalie Grams

Exzerpt

Fr. Natalie Grams (*12.April 1978, München) studierte an der Ludwigs-Maximilian-Universität München von 1997-2005 Human Medizin mit den Zusatzschwerpunkten Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Akupunktur und Homöopathie. Sie erlangte 2005 ihre Approbation an der Universität Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an der sie ein Jahr praktisch tätig war. Danach promovierte sie 2007 an der Universität Zürich über das Themengebiet TCM und Naturheilkunde, gefolgt von zwei Jahren praktischer Arbeit als Assistenzärztin für Innere Medizin, Geriatrie und Palliativmedizin am Agaplesion Bethanien Krankenhaus Heidelberg. Danach folgten vier Jahre homöopathischer Arbeit in ihrer Privatpraxis. 2015 fand die Abkehr von der Homöopathie statt und seit dem beschäftigt sich Fr. Dr. Grams mit der Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit als – Initial – Aufklärer in den Themengebieten „gute Medizin“, „Alternativmedizin“ und „Gesundheitsmedizin und -aufklärung“ und hat sich seit dem in ursprünglich „aufklärerischen und freigeistigen“ Vereinen wie der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP) und dem Humanistischen Pressedienst (hdp) in Schlüsselpositionen plaziert. Weiters tut Fr. Dr. Grams ihre Meinung in Büchern, Podcasts und Kolumnen im Spektrum Verlag kund.

Wissenschaftliche Leistung

Wie zu erwarten findet man auf den Spuren der wissenschaftlichen Karriere von Fr. Dr. Grams kargstes Ödland vor. Was könnte auch unwissenschaftlicher sein als Thematiken wie TCM und Homöopathie deren Funktionsweisen auf purem Glauben basieren. So gibt es seit ihrer spontanen Umpolarisierung ein paar Veröffentlichungen, die aber nichts mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus eigener Feder zu tun haben sondern zumeist Review- Charakter besitzen und den schulmedizinischen Stand des Wissens im Bereich Homöopathie reflektieren. Die Veröffentlichungen sind von geringer Signifikanz, seien aber hier der Vollständigkeit halber aufgelistet. [[Homeopathy-where is the science?]][[Homöopathie und evidenzbasierte Medizin, Nutzen und potenzielle Risiken]][[Warum Homöopathie keine Leistung der solidarisch finanzierten Krankenkassen sein sollte. Grams N, Lübbers C (2019); WISO Direkt. Nr. 19, 2019. Friedrich-Ebert-Stiftung, ISBN 978-3-96250-422-9]][[Wie wissenschaftlich ist die Homöopathie? Grams N, Endruscheit U; Forum Wissenschaft 04/19, Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler (BdWi)]][[Homöopathie in der Pädiatrie – eine kritische Analyse. Grams N, Oude-Aost J, Harney O, Aust N, Parsch U (2020); Monatsschrift Kinderheilkunde.]][[Medien und Homöopathie. Grams, N, Endruscheit, U. Bundesgesundheitsbl (2020)]]

Nominierung

Man soll uns nicht falsch verstehen, wir haben in Bezug auf Homöopathie eine sehr liberale Einstellung. Wenn dem Menschen etwas hilft ohne dabei seine Gesundheit bzw. Leben zu gefährden, dann können placebobasierende Behandlungsmethoden durchaus unterstützend eingesetzt werden. Es ist egal ob die Schmerzlinderung durch das Schnüffeln an Bachblütenessenz, Einreiben mit essentiellen Ölen erfolgt oder ob durch die Einnahme von einem nicht mehr vorhandenem Molekül Curare der Heilungsprozess vorangetrieben wird. Wenn sich allerdings einzelne Personen oder Industriezweige am Placebosektor an den hilfesuchenden Patienten eine „Goldene Nase“ verdienen, dann hört sich der Spaß auf.

Wir haben Fr. Dr. Natalie Grams nicht wegen ihrem Kreuzzug gegen die Homöopathie-Lobby nominiert sondern wegen ihrer Tendenz sich in der Öffentlichkeit als Spezialistin für retrovirale Erkrankungen und Vakzinierungen darzustellen. In ihrer Veröffentlichung „Homeopathy-where is the science?“ von Homöopathen einen wissenschaftlich fundierten Background zu erwarten ist ein himmelschreiender Hohn und Spott an der Öffentlichkeit, da diese Frage an Fr. Dr. Grams in Bezug auf Immunologie, Epidemiologie und Virologie zurückgeworfen werden kann, Where is your science Dr. Grams?. Wie bei den anderen Nominierten besteht der Trugschluss von Fr. Dr. Grams darin als „Wissenschaftskommunikator“ ein Wissenschaftler zu sein. Fr. Dr. Grams war nachweislich weder wissenschaftlich tätig noch kann sie Ausbildung in einem der relevanten Fachgebieten vorweisen. Eine Eigenschaft die sie mit ihren nominierten Kollegen teilt und damit den kollektiven „Roten Faden“ im Mindset der PR-Clowns offenbart.

Wo war Fr. Dr. Grams also so nachlässig und hat uns auf den Plan gerufen? Auffällig wurde sie schon vor längerem mit einem Bericht in dem sich Fr. Dr. Grams über die Unbedenklichkeit und hohen Wirksamkeit von RNA Impfstoffen an die Öffentlichkeit gewandt hatte [[Geht das mit den Corona-Impfstoffen nicht viel zu schnell?]]. Als Basis ihrer Argumentation wurde ein Review zitiert, das von Mitarbeitern der Pharmafirma Curevac verfasst wurde [[mRNA Cancer Vaccines]]. Curevac forscht in Deutschland schon seit längerem an RNA Impfstoffen und hat es bis jetzt nicht geschafft einen einzigen dieser Impfstoffe durch die Zulassung zu bekommen. Ebenfalls hat Curevac einen SARS-CoV2 Impfstoff in der laufenden Zulassung, profitiert also von medialen Lobpreisungen wie sie von Fr. Dr. Grams verbreitet werden. Hier kristallisiert sich einerseits die Beziehung von Fr. Dr. Grams zur Pharmaindustrie, andererseits ihre offensichtliche Blauäugigkeit von einem Pharmaunternehmen die Salbungen einer wenig getesteten Impfstofftechnologie kritiklos zu übernehmen und der Bevölkerung schön zu reden (hier sei auf unser Addendum zu dem bedauernswerten Kollateralschaden in der Bevölkerung verwiesen, seit dem das große Impfen voranschreitet – Das Problem „PR-Clown“ [[Frei Gedacht – Das Problem „PR-Clown“]]).

Last, but not Least hat einer der letzten Beiträge von Fr. Dr. Grams im Spektrum Verlag dem Fass den Boden ausgeschlagen. Das Werk ist an Verantwortungslosigkeit und Groteske kaum mehr zu überbieten und hinterlässt den Eindruck sie hätte vor dem Verfassen eine Überdosis Pfeilgiftfrosch-Globuli zu sich genommen [[Jetzt wollen sie auch noch die Kinder impfen!]]. Ihre Argumentation die Kinder der Welt in die Verantwortung zu nehmen und ebenfalls in der Massenimpfung zu verarbeiten ist so absurd und fern jeglicher fachlicher Kompetenz, dass man hier nur mehr entweder nach dem Geisteszustand der Person fragen kann oder die Vermutung offen lässt, dass Fr. Dr. Grams nunmehr voll und ganz der Pharmaindustrie nach dem Mund redet. Weder der Schutz der Kinder, die in keinster Weise einer Risikogruppe angehören, noch der Schutz der Allgemeinbevölkerung – Kinder sind nachweislich keine relevanten SARS-CoV2 Überträger – rechfertigt das ungezügelte Impfen der gesunden Kinderpopulation unserer Gesellschaft [[Corona: «Die Information der Öffentlichkeit ist unbefriedigend»]]. Wenn Fr. Dr. Grams der Meinung ist ihre Kinder impfen lassen zu müssen, dann soll dass so sein, aber sie verstößt mit der Verbreitung ihrer persönlichen Meinung in der Öffentlichkeit gegen den ersten Grundsatz des Wissenschaftskommunikators und ist damit als gemeingefährlich einzustufen (lesen sie hierzu weiterführend „Wissenschaftskommunikator oder Manipulator ?“[[Wissenschaftskommunikator oder Manipulator ?]]). Genauso verantwortungslos handelt daher der Spektrum Verlag, irreführender Meinungsbildung unkontrolliert eine Plattform zur Verfügung zu stellen.

Für uns wirkt es so als hätte Fr. Dr. Natali Grams nach jahrelanger Ausbeutung ihrer Patienten mit kostspieligen Placebos einen großen Schritt in Richtung Pharma-Lobby gemacht um ihre Finanzen aus Buch- und Audiblogbeiträgen jetzt mit irrationalen Impfempfehlungen in Sinne der Pharmaindustrie aufzupeppen. Auch die vermeintlich aufklärerisch-freigeistigen Vereine GWUP und hdp um Fr. Dr. Natalie Grams erleiden darunter offensichtlich einen massiven Ruck in Richtung Hörigkeit zur Pharmaindustrie. Diese Vereine sollten selbstkritisch über sich reflektieren und überlegen ob Personen wie Fr. Dr. Natalie Grams tatsächlich gesund für ihren vorgeblich liberal-aufklärenden Charakter, darausfolgenden Aufgaben und langfristige Glaubwürdigkeit sind. Vor allem die GWUP erweckt mit seinen hexenjagdartigen Denunziationen Andersdenkender den Eindruck Werkzeug eines totalitären Regimes zu sein. Auch diese verwenden die Strategie unbequeme Personen als geistig minderbemittelte Verschwörungstheoretiker darzustellen um diese zu diskreditieren, unglaubwürdig und damit mundtot zu machen, anstatt den objektiven Diskurs zu suchen.

Vom Wunderheiler zum kompromisslosen Schulmediziner, der die Öffentlichkeit mit Inkompetenz gepaart mit persönlicher Meinung besudelt, das ist ein Sprung, der in unseren Augen eine sehr große Goldene PR-Clown Nase verdient. Leider können wir unsere Goldene Clown Nasen nur in einer Einheitsgröße zur Verfügung stellen, aber bei ausreichend Stimmen der Öffentlichkeit könnte man eine Doppelverleihung ins Auge fassen.